Tradition

Seit 1995 stehen wir unseren Kunden bei allen Belangen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

  • Der Anfang

    Das Familienunternehmen „Yachtcharter Schulz“ ist zweifellos eine der maritimen Erfolgsgeschichten in der Müritz-Region in den über 20 Jahren nach der Wende. „Allerdings hätte es ohne unsere Eltern Lothar und Sylvia Schulz dieses Unternehmen nicht gegeben. Auch heute helfen sie in schwierigen Situationen. Dafür möchten wir uns zuerst einmal recht herzlich bedanken“, erklären Thomas, der ältere der Söhne, und heutiger Geschäftsführer, und sein Bruder Steffen.
    Die Familie Schulz ist in Waren und Umgebung fest verwurzelt. Bis 1983 lebte sie in der Stadt Waren. Durch einen Grundstückstausch kamen die Schulzes dann nach Eldenburg. Anfangs stand hier nur ein kleiner Bungalow. „Für uns einfache Leute stellte der Umgang mit den DDR- Behörden besondere Probleme dar, Wassergrundstücke waren auch damals begehrt und Kontakte zur Partei hatten wir keine“, erinnern sich die Brüder.
    Schon früh begeisterte sich Thomas für Wassersport. Anfangs segelte er in Waren. Als sein Talent auffiel, wurde er in der 8. Klasse zum Armeesportclub Rostock delegiert. Wer gut war, wurde auch gefördert!
    Mit der Wende hörte er mit dem aktiven Leistungssport auf. Ohnehin veränderte sich das Leben der Familie Schulz grundlegend. 1992 kam ein großer Stuttgarter Yachtvercharterer nach Waren und legte das erste Boot in den Stadthafen. Darauf wurden auch die Schulzes aufmerksam. Thomas kam die Idee, dass man so etwas auch selbst aufziehen könnte. Motoren und Technik faszinierten ihn ohnehin. Deshalb hat er nach einigen Semestern Architektur eine Lehre zum Kfz-Mechaniker in Ahrensburg bei Hamburg aufgenommen. Das Unternehmen „Yachtcharter Schulz“ wurde 1995 unter dem Namen „Müritzcharter“ gegründet.
    Die Firma lief anfangs neben Thomas’ Hauptberuf als Servicetechniker. Ein Jahr später kaufte er in Friesland ein altes Stahlboot. Diese „El Paso“sollte 7500 DM kosten. Er hatte dafür bei der Sparkasse Ahrensburg einen Kredit von 5000 Mark aufgenommen.
    „An dieses erste Boot erinnern wir uns natürlich noch genau. Es war in einem desolaten Zustand, wurde aber noch vor Ort seetüchtig gemacht. Der ehemalige Besitzer half dabei und schweißte sogar noch die gesamte Reling ans Boot“, erinnert sich Steffen Schulz. Nach der langwierigen Fahrt von Drochtersen über Hamburg nach Waren wurde das Schiff in den Wintermonaten in Eigenarbeit restauriert und für den Charterdienst ausgestattet.
    In den folgenden Jahren wurden weitere ältere Schiffe angeschafft. Schnell wurde aber deutlich, dass die Vermietung von Schiffen älteren Baujahres mit verschiedenen Problemen behaftet ist. So wurden die beiden bis dahin vorhan denen Schiffe wieder verkauft und 1998 die ersten Schiffe jüngeren Baujahres angeschafft.
    Seinen Hauptberuf hängte Thomas an den Nagel und konzentrierte sich ausschließlich auf die Vercharterung von Yachten. Von da an wurde das Unternehmen unter dem Namen „Yachtcharter Schulz“ geführt und seit 1999 werden ausschließlich werft neue Schiffe in die Flotte aufgenommen.

  • Erste Rückschläge

    Die Gründungsjahre waren natürlich nicht einfach. Vor allem die Banken glaubten anfangs nicht an das Firmenkonzept und wollten keine Kredite geben. Der erste heftige Rückschlag kam gleich am Anfang. Das zweite Boot hatte zweimal hintereinander Motorschaden.
    Dann wollte Thomas das erste wirklich große Schiff mit ei- nem Kredit von 200.000 Mark über einen deutschen Yachtmakler, der in Neustadt-Glewe wohnte, kaufen. „Natürlich waren wir von dem korrekten Auftreten des Mannes im An- zug und seines Porsches beeindruckt. Die Raten wurden nach dem Baufortschritt des Schiffes gezahlt“, erzählt Thomas.
    „Leider veruntreute der ,seriöse’ Makler unser Geld. Für 200.000 DM bekamen wir nach 5-jährigem Rechtsstreit ein halbfertiges Schiff, welches an einen Bastler umgehend verkauft wurde. Diese Summe musste in den nächsten Jahren ,mitgeschleppt’, erarbeitet und zurückgezahlt werden. Die Situation war zum Verzweifeln. Aber wir steckten die Köpfe nicht in den Sand und machten weiter“, fügt er hinzu.

  • Der Aufschwung

    2004 stieg Steffen, der jüngere Bruder, in das Geschäft mit ein. Auch er hat eine gründliche Ausbildung absolviert. Nach dem Abitur 1994 in Waren und der Bundeswehrzeit studierte er Architektur in Wismar an der Technischen Fachhochschule. Von 2000 bis 2002 erfolgte dann ein Aufbaustudium an der Technischen Fachhochschule Berlin zum Wirtschaftsingenieur.
    Nebenbei hat er immer auch im wachsenden Yachtcharterunternehmen des Bruders mitgearbeitet. Im Hauptbe- ruf war Steffen aber Architekt in einem Berliner Büro, kam dann jedoch nach Eldenburg zurück.
    Heute ist die Arbeitsteilung perfekt. Während Thomas vor allem für die technischen Dinge zuständig ist, leitet Steffen das Marketing.
    Der Erwerb von sieben weiteren Yachten zur Saison 2002 ließ den Standort Waren zu klein werden. Die Nachfrage stieg stetig. In der Saison 2004 eröffnete Thomas schließlich eine weitere Basis in der Stadt Demmin (seit 2009 in Neukalen), ca. 60 Kilometer von Waren entfernt, mit drei Schiffen. Von dieser Ausgangsbasis war es den Kunden nun möglich, die Peene, den Peenestrom sowie das Achterwasser bis nach Usedom zu befahren. Nach einer erfolgreichen Saison auch auf dem neuen Revier wurde die Flotte in Demmin um zwei neue Schiffe erweitert und zur Saison 2005 eine weitere Basis in Barth am Bodden eröffnet. 2006 kam die Station Berlin hinzu.
    Mit den neuen Charterbasen gelang es, touristisch reizvolle, aber dennoch völlig gegensätzliche Regionen zu erschließen. Aufgrund der unterschiedlichen Reviere konnte „Yachtchar- ter Schulz“ 2005 erstmalig Einwegfahrten zwischen den Stationen anbieten. Der Vorteil besteht darin, dass der Kunde mehr Zeit auf seiner Route hat. Heute im Jahr 2016 verfügt die Basis in Berlin über insgesamt acht Schiffe.
    Seit 2012 ist „Yachtcharter Schulz“ auch in Polen an der Masurischen Seenplatte mit fünf Schiffen vertreten. Die Basen Barth, Neukalen, Berlin und Gizycko (Masurische Seenplatte) werden von verschiedenen Servicepartnern vor Ort betreut, die die gesamte Kundenbetreuung während des Aufenthaltes der Gäste leisten. Die Verwaltung und Ver- marktung erfolgen zentral vom Firmensitz in Waren (Müritz) aus.

  • Technische Innovationen

    Die Nachfrage an Charterschiffen stieg jährlich. Dazu kamen auch kontinuierlich steigende Übernachtungszahlen. Deshalb wurde die Flotte zwischen 2005 und 2016 regelmäßig erweitert und modernisiert. Ein weiterer Grund für den Neuerwerb von Schiffen waren die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden. Deshalb ließ man Schiffe in verschieden Größenordnungen und verschieden Aufteilungen bauen. Seit mehr als 20 Jahren werden von „Yachtcharter Schulz“ in Zusammenarbeit mit renommierten holländischen Yachtwerften Neuheiten und außergewöhnliche Grundrisse für Charterschiffe entwickelt und umgesetzt. Jedem Kunden soll sein „Wunschschiff“ angeboten werden. Bei der Ausstattung der Schiffe stehen hochwertige Verarbeitung und Qualität an erster Stelle. Dieses Konzept wird durch die konstante Zufriedenheit und die hohe Wiederbuchungsrate bestätigt. „Heute bieten wir etwa 100 Schiffe zwischen 7 und 15 Metern für 2 bis 12 Personen an. In der Saison arbeiten bei uns bis zu 30 Mitarbeiter zum Wohle der Kunden“, so Steffen Schulz.
    All diese Erfahrungen mündeten im Jahr 2013 nun in eine neue „Hausmarke“: die erste „SCHULZ40“ – ein Stahlverdränger für 4 Personen.

  • Schifffahren kann jeder

    Vom Buchen bis zur Einweisung in das Schiff ist alles aufeinander abgestimmt. Die Mitarbeiter beraten die Charterkunden an sieben Tagen in der Woche, von 8 bis 18 Uhr sind sie im Büro und bis 21 Uhr telefonisch zu erreichen. Die allgemeine Einweisung für Inhaber des Bootsführerscheines dauert etwa eine halbe Stunde und dann kann es losgehen.
    Die führerscheinfreien Fahrer bekommen eine Charterscheineinweisung in Theorie und Praxis von 2 bis 3 Stunden. Betonnung, das Verhalten in den Häfen und Schleusen werden erklärt, das An- und Ablegen sowie Steuern des Schiffes auch in engen Passagen wird geübt. Die Unfallquote ist sehr gering und zwischen den alten Hasen und Anfängern ausgeglichen.

    Einen Unterschied gibt es allerdings: Mit einem Bootsführerschein kann man auch die schnelleren Boote fahren, z.B. die Motoryachten, die teilweise bis 60/70 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Auf der Müritz darf man bis 25 Kilometer pro Stunde fahren. Die Charterscheinführer mit dem Urlauberführerschein fahren die gemütlichen Hausboote mit max. 12 Kilometer pro Stunde.

  • Die Marina Eldenburg

    Gehobene Ausstattung, komfortable Bedingungen und vor allen Dingen gut durchdachte Zweckmäßigkeit – das sind die Attribute, die eine der modernsten Wasser-Wander-Rastplätze Mecklenburgs umschreiben. Über Monate hinweg wurde unter den strengen Kriterien des Maritimen Qualitätsmanagements (MQM) an dem Projekt geplant und gearbeitet.
    Die Bauphase begann im August 2006 mit der Steganlage und der Halle. Die Fertigstellung der Gebäude erfolg- te im August 2008. Im Ergebnis ist eine moderne Marina mit einer Reparatur- und Wartungshalle, der Steganlage mit 49 Liegeplätzen, drei Ferienhäusern mit neun Wohnungen sowie einem Wirtschaftsgebäude mit Büro, Bistro und Sanitär-anlagen entstanden. Die ersten Gäste konnten die Ferienhäuser 2008 bereits ab April nutzen und die Steganlage, das Bistro und die Nebenräume wurden in Betrieb genommen.
    Die Anlage trifft den „Nerv“ vieler Wassersportler. An Kilometer 148 der Elde-Wasserstraße zur Elbe, zwischen Müritz und Kölpinsee,  findet der Wassersportler alles, was einen optimalen Zwischenstopp an Land ausmacht: Strom- und Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung gehören genauso dazu, wie die Möglichkeit, über das W-LAN-Netz unkompliziert im Internet zu surfen. Mit ihren 49 Liegeplätzen bietet die moderne Alu-Schwimm-Steganlage ausreichend Platz für Paddler, Segler und Schiffe bis 14 Meter Länge, die hier ebenfalls ohne Probleme anlegen können.

    Das Rundum-Sorglos-Paket für Urlauber mit der Liebe zum Wasser und zur Natur wird perfekt durch die drei modernen Doppel-Ferienhäuser mit Platz für 2 bis 6 Personen ergänzt.
    Ein Hafen-Bistro und modernste sanitäre Anlagen, eine große Terrasse mit uneingeschränktem Blick auf den See sowie die Möglichkeit des Bootsverleihs runden den Aufenthalt der Gäste ab.
    Wer sein Boot der Wartung und P ege unterziehen will, kann dies ebenfalls tun. Mit Hilfe eines modernen Hubwa- gensystems besteht die Möglichkeit, Schiffe bis zu 20 Ton- nen an Land zu bringen und in der großen Winterlagerhalle durchzuchecken.
    Der alte Postkartenspruch von Waren lautet: „Baden, Wandern, Wasserfahren, nirgends schöner als in Waren“.
    Seit über 20 Jahren bietet „Yachtcharter Schulz“ den Urlaubern die beste Ausgangsposition dafür und setzt diese Freizeit- und Urlaubstradition erfolgreich auf hohem Niveau fort.
    Dort wo auch schon vor langer Zeit Menschen am Ufer verweilten, lädt heute ein moderner Wasserwanderrastplatz zum Aktivurlaub ein.